Latex Serienbrief g-brief an Schufa und Co
Durch Twitter bin ich darauf aufmerksam geworden, dass man nun – seit dem 1. April 2010 – unentgeltlich Auskunft über gespeicherte Daten bei Schufa und Co anfordern kann. Auf der Seite der Vebraucherzentrale Bundesverband e.V. findet man nicht nur schon einen Musterbrief, sondern auch eine Liste mit den größten Auskunfteien (Stand 29.03.2010).
Ich finde das ist eine wunderbare Gelegenheit, sich einmal damit zu beschäftigen, wie man in Latex Serienbriefe erstellt. Dazu nutze meinen Favoriten für Geschäftsbriefe, das Latex Paket g-brief. Wie man Latex Serienbriefe z.b. mit Letter erstellt, kann man hier nachlesen. Anleitungen wie man Serienbriefe mit g-brief macht, habe ich nicht gefunden. Im Prinzip geht man bei diesen Serienbriefen genaunso vor, man muss nur noch ein paar extra Anpassungen im Latexdokument vornehmen.
Man startet wie gewohnt in Latex:
\documentclass[ngerman,12pt,a4paper]{g-brief} \usepackage[utf8]{inputenc} \usepackage[T1]{fontenc} \usepackage{ngerman} \usepackage{enumerate} \lochermarke \faltmarken \fenstermarken \trennlinien % jetzt Absenderdaten usw.. \Name {Dominik Mustermann} \Strasse {Musterstrasse 12} \Ort {1337 Musterstadt} \Unterschrift {Dominik Mustermann} \Betreff {Auskunft über gespeicherte Daten} \Datum {\today} \Anrede {Sehr geehrte Damen und Herren} \Gruss {Mit freundlichen Grüßen}{2.5cm} \begin{document}
Nach dem begin document schreibt nun nicht direkt den Brief, sondern legt einen neuen Befehl an, der den Brief schreibt, und als Parameter die Empfängerdaten übergibt bekommt:
\newcommand\serienbrief[3]{ \begin{g-brief} \thispagestyle{firstpage} % hier der eigentliche Brieftext auf der Grundlage (...) \end{g-brief} % wichtig: Adresse erst am Ende! \Adresse {#1\\ #2\\ \\ #3} % hier schließt das renewcommand }
Zunächst einaml ist das ganze Vorgehen für den Serienbrief in Latex fast gleich wie bei Letter. Mit
\newcommand\serienbrief[3]{...}
definiert man einen Latex Befehl namens serienbrief, der 3 Parameter übergeben bekommt. Dieser Befehl erstellt dann Brief und setzt mit #<Nummer> die Parameter ein – In diesem Fall Adressdaten. Da g-brief normalerweise anfängt Seiten durch zu nummerien mit Seitenzahlen und nur auf der ersten Seite den Briefkopf setzt, müssen wir extra angeben, dass der Stil für die erste Seite benutzt werden soll:
\thispagestyle{firstpage}
Zu guter letzt muss bedacht werden, dass bei g-brief der Adresse-Befehl die Adresse auf der aktuellen Seite ändert, daher müssen wir den Adresse-Befehl immer zum Ende des g-briefs aufrufen, da sich sonst die Empfängeradressen verschieben bzw. der erste Empfänger überschrieben wird.
Es folgt dann anschließend der Aufruf des Latexbefehls mit verschiedenen Empfängern, wie ich sie der Liste entnommen habe:
\serienbrief{SCHUFA Holding AG}{Postfach 10 21 66}{44721 Bochum} \serienbrief{CEG Creditreform Consumer GmbH}{Hellersbergstrasse 11}{41460 Neuss} (...) \end{document}
Fertig ist der Serienbrief in Latex. Zum Download, es muss eigentlich nur der Absender angepasst werden:
Serienbrief Beispiel PDF (Schufa) (149)Serienbrief Vorlage (97)
Ich übernehme keine Haftung für Richtigkeit und Aktualität des Inhalts, würde mich aber natürlich über Hinweise bei Fehlern und ähnliches freuen.
Wer den Musterbrief nicht so gut findet, kann natürlich auch einen alternativen Text nehmen, den man zum Beispiel bei dem Bundesbeauftragten für Datenschutz findet.
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