Apr 09
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Beamer Präsentation mit Latex
Lange hatte ich mich davor gescheut, eine Präsentation mit Latex zu erstellen. Zum einen, weil sich das Einbinden von Bildern bei Latex manchmal als recht kompliziert gestaltet, zum anderen weil man hier auf tolle bunte Animationen verzichten muss. Aber mit der Erkenntnis, dass Präsentationen mit reichlich Animationen meist zu aufgeblasen und unprofessionell wirken, kann man doch ganz gut drauf verzichten. Zumal bringt Latex einige Vorteile mit sich. Das PDF-Format garantiert eine einheitliche Darstellung auf anderen Rechner, Betriebsystemen und unter verschiedenen Auflösungen.
Es ist mir mehr als einmal passiert, dass das auf nem anderen Rechner das Format meiner Präsentation total verschoben war. Und tatsächlich lassen sich echt schöne Präsentationen mit Latex erstellen, die sehr elegant und professionell wirken.
Latex Beamer Themes
Zunächst einmal habe ich mich durch den Themes-Dschungel gewühlt. Die Auswahl ist zwar begrenzt, aber sollte vollkommen ausreichend sein. Meine Empfehlung hier, am besten nicht irgendwelche Themes miteinander mischen.
%\usecolortheme{crane} % Themes, die vor allem verschiedene Farblayouts besitzen %\usefonttheme{professionalfonts} % Themes mit anderen Schriften %\useoutertheme{infolines} % oder: default | infolines | miniframes | shadow | sidebar | smoothbars | smoothtree | split | tree \usetheme{PaloAlto} % komplett fertige Themes, % oder auch: Hannover, PaloAlto, Hannover, Goettingen, Malmoe, CambridgeUS, Warsow ... \useinnertheme{rounded} % vor allem Aussehen der Bulletts etc.
Ich hab mich dann für PaloAlto entschieden, weils ne elegante Sidebar besitzt, die kurz den Stand Präsentation anzeigt, sowie ausdrucksstarke Kästen für den Inhalt besitzt.
Präambel für Latex-Präsentation
Der Rest der Präambel sieht dann wie folgt aus:
\documentclass{beamer} \usepackage{beamerthemesplit} %Kodierung festlegen, für UTF-8 Unterstützung entsprechend \usepackage[utf8x]{inputenc} % math. Symbole und Umgebungen \usepackage{amsmath,amsfonts,amssymb} % für Bilder \usepackage{epsfig}
Wenn man die Navigations-buttons nicht so gerne mag (sehen zwar nett aus, aber sind überflüssig und lenken vom Inhalt ab, finde ich), dann kann man diese abschalten mit:
%navi aus \beamertemplatenavigationsymbolsempty
Titel, Inhaltsverzeichnis
Für eine nette Titelseite gibts dann noch ein paar nette Funktionen. Neben den kompletten Titeln in geschweiften Klammern, gibt es dann noch Kurztitel in eckigen Klammern, die dann je nach gewählten Theme z.B. in der Sidebar Übersicht auftauchen. Ein Institut lässt sich ebenso angeben, wie ein Logo und ein Hintergrundbild
\title[kurzer Titel]{Kompletter Titel} \author[Dominik Grotegerd]{Dominik Grotegerd} \institute[WWU M\"unster]{WWU M\"unster} \date{April 14th 2009} \titlegraphic{\includegraphics[width=3.8cm,height=1.2cm]{logo}} \logo{\pgfimage[width=1.9cm,height=0.6cm]{logo}}
Es folgt
\frame{\titlepage} %\section[Outline]{} \frame{\tableofcontents}
Die titlepage ist natürlich die Titelseite, und tableofcontents erstellt automatisch ein Inhaltverzeichnis aus den Sections und Subsections. Outline hab ich jetzt nicht benutzt, für ne kurze Präsentation find ich das überflüssig.
Aufbau und Füllen der Präsentation mit Inhalt
Jetzt gehts mit dem richtigen Inhalt los:
\section{Introduction} % in eckigen Klammern Kurzer Titel für Sidebar, in geschweiften Klammern kompletter Titel \subsection[Overview]{Overview of existing methods} %frame leitet einzelne Seiten einer Section / subsection ein %frames können auch benannt werden \begin{frame} \frametitle{About existing methods} \begin{figure}[\ht] \includegraphics[width=1\textwidth]{methods.png} \end{figure} % Stichpunkte können sehr schön in Blocks platziert werden \begin{block}<2->{Different approaches:} \begin{itemize} \item<2-> first approach \item<3-> Another approach \item<4-> last approach \end{itemize} \end{block} \end{frame}
Wobei hier durch <2-> spezifiert werden kann, wann der genannte Block und / oder Stichpunkt erscheint. Also erst beim nächsten klicken. Dies kann man auch sehr schön durch ausgegraute underlays lösen, wenn man mag. Bei mir sind die Stichpunkte schlicht ausgeblendet. Neben normal block gibt es noch exampleblock, alterblock, inblock und outblock. Diese unterscheiden sich durch verschiedene Farben.
So beinhalten also verschiedene sections verschiedene Frames. Und Frames werden wiederrum nachher beim kompilieren in ein oder mehrere PDF-Seiten übersetzt, je nachdem ob z.B. durch eine Stichpunkt-Aufzählung mehrere Seiten nötig werden. Ein Literaturverzeichnis lässt sich auch anfügen, aber evtl. muss dann ein wenig mit der Größe experimentiert werden, weil die Standardschriftgröße doch recht groß ist.
Mit diesen grundlegenden Latex-Befehlen lassen sich schon ziemlich gute Präsentationen erstellen. Das Einbinden von Grafiken gestaltet sich etwas schwierig, das macht mal wohl mit puts- und picture-Befehlen, aber das schau ich mir ein anderes mal an.
Ein umfangreiche Einführung habe ich z.B. auch hier gefunden.
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