6 kg Cannabis und DNA-Probe
Mein Bruder ist ja mal wieder für ein paar Tage nach Schweden um ein bißchen auszuspannen. Für ein paar Fragezeichen sorgten die sms die er mir letzte Woche geschickt hat, er wäre nach “DNA-Probe und so…” endlich in Schweden angekommen und es hätte was mit 6 kg Cannabis zu tun. Nachdem ich noch ein bißchen nachgehakt habe, kam jetzt endlich mal ne email, die so ein bißchen Licht in das ganze bringt:
Wie du ja weisst, bin ich mit dem Bus nach Stockholm gefahren. In Dortmund bin ich zugestiegen, zusammen mit einem Türken, dessen Schwägerin vorschlug, dass wir auf einander ein wenig Acht geben, weil er nur türkisch, NUR, spricht. kein Deutsch, kein Englisch, nix anderes. In Hamburg mussten wir nochmal umsteigen, und schliesslich sind wir mit der ersten Fähre in dänische Inland übergesetzt, und haben mit der zweiten Fähre Dänemark verlassen. Allerdings waren wir dann offiziell noch nicht in Schweden. Denn als wir von der Fähre kamen, entschied sich der Zoll dazu, uns (ich vermute nach Stichprobe) in eine Garage zu lotsen, wo wir dann jeder mit unserem Gepäck aufgereiht standen, damit wir kontrolliert werden können. Und ich hab die ganze Zeit überlegt: zwei Flaschen Hochprozentiges, darf ich das überhaupt?? Tatsächlich wollten die den Inhalt meiner Tasche gar nicht sehen. Und dann fing das warten an. Wir saßen und saßen und warteten. Nach bestimmt zwei Stunden und länger nachdem wir abgefangen wurden habe ich mal gefragt, was sie denn noch mit uns vorhatten, hab mich fünf Minuten zufrieden gestellt wieder hingesetzt, um dann mit der Frage, wie lange das denn alles noch dauere, wieder zu den Beamten zu gehen. Sie hatten mir das persönliche Verhör jedes einzelnen angekündigt, wie lange das aber dauern würde, wussten sie auch nicht. Tja, lange, das verrate ich jetzt schon, denn es wurde einer nach dem anderen befragt, wobei sie, wie ich gesehen hatte, mindestens drei Verhörräume haben. Eine Frage ist mir gar nicht gekommen, denn ich habe die ganze Prozedur für eine unnötig übertriebene Umsetzung dessen gehalten, was der schwedische Zoll für eine gewissenhafte Kontrolle hält. Das Warum aber hatte einen anderen Hintergrund, wie mir dann irgendwann unser Busfahrer verriet. Eine Tasche ist bei der ersten Kontrolle im Gepäckraum des Busses übrig geblieben, zu der sich auch niemand äussern konnte oder wollte. Als die Tasche anfangs rumgezeigt wurde und die Leute gefragt wurden, wem sie gehöre, kam mir gar nicht in den Sinn, dass da 6 kg Cannabis drin sein könnten. Mit recht darf man mich wohl blauäugig nennen. Was auf diese Erkenntnis folgte war ein für mich ziemlich entspanntes Verhör und eine DNA-Probe, langes Warten darauf, dass alle anderen verhört wurden, bzw. verhört werden konnten, denn es mussten auch noch einige Dolmetscher eingeladen werden. Ich weise nochmal auf meinen türkischen Kumpel hin, Nihat. Ja, und die ganze Zeit habe ich wieder an Nihat denken müssen, ihm etwas vermittelnd, oder beim Versuch, zu verstehen, was er mir mitteilen möchte. Zum Glück hatte er irgendwann einen deutschtürkischen Freund am Telefon, das war hilfreich. Wie sich später herausstellte, arbeitet Nihat beim türkischen CNN, ich hab nun seine Email-Adresse. Auch wenn ich nicht wüsste, was ich ihm schreiben könnte, ich kann ja kein türkisch. Was nicht aufgeklärt wurde waren die Besitzverhältnisse der 6 kg Cannabis. Man kann vermuten, dass jemand die Tasche einfach reingestellt hat ohne mitzufahren, so dass er oder jemand anders das Zeug in Stockholm einfach aus dem Bus nehmen kann. Als ich dann schließlich in Stockholm angekommen war (die Fahrt hat übrigens dann fünf bis sechs Stunden länger gedauert, also fast 24h) und Nihat einem türkischen Taxifahrer anvertraut hatte, war ich ziemlich glücklich. Versteh mich nicht falsch. Nicht einfach nur glücklich, dass die Höllenfahrt vorbei war, die ich gar nicht tatsächlich als solche wahr genommen habe, auch wenn sie lang und anstrengend war. Sondern mehr, dass ich sie gut überstanden habe und die Dinge die ganze Zeit bei einem ausgeglichenen Gemüt angegangen bin. Und vielleicht auch glücklich dank durch Übermüdung ausgeschüttete Glückshormone. Achja, es gab viele Gründe, glücklich zu sein.
Warum er aber eine DNA-Probe abgeben musste, is mir aber immer noch unklar ![]()
die dna proble war deswegen relevant falls der täter in der tasche dna spuren hinterlassen hat,und wenn die auf dich matchen bist du geliefert.
da hilft dir dann ein block rausreden auch nichts wenn du gecashed wirst
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6kg sind ein paar jahre hinter schwedischen gardinen mein freund.du hast glück das sie dir kein thc schnelltest gemacht haben.
aber das die sofort von jedem dna spüren nehmen?oder nur von dir,und wenn ja wahrscheinlich nur weil du ständig rumgefragt hast und sie das als nervosität eingestuft haben.
peace der chekcer vom neackar